Sportjugend: Tipps und T-Shirts für Ihre Ferienfreizeit

Ferien am Ort 2016 – jetzt als Sportverein anmelden und profitieren

Für Sportvereine in Rheinland-Pfalz ist die Aktion „Ferien am Ort“ der Sportjugend des Landessportbund Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) und EDEKA Südwest aus dem jährlichen Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. 

Ein paar Tage, ein Wochenende, eine Woche oder sogar noch länger begeistern Vereine im Rahmen von Zeltlagern, Aktivcamps und Tagesprogrammen Kinder und Jugendliche. „Ferien am Ort“, das sind spannende, einzigartige und regionale Aktionen der Sportvereine mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen ein erlebnisreiches Sommerferienprogramm zu bieten.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.sportjugend.de/ferien-am-ort/

 


 

 

Grundschulaktionstag und AOK-Startraining

Auch in diesem Jahr sind vom DHB wieder beide Aktionen gemeinsam mit der AOK geplant.

a.) Der Grundschulaktionstag selbst wird flächendeckend in 37. Kalenderwoche stattfinden, also vom 09.-16.09.16. Wir möchten euch herzlich bitten, persönlich auf die Grundschulen zuzugehen und einen Tag in dieser Woche zu organisieren.

Im letzten Jahr sind wir den Weg über die Lehrer gegangen. Leider konnten wir dann nicht überall die Schul-Wünsche erfüllen, da sich nicht genügend Vereine zur Durchführung bereit erklärt haben. Absagen wollen wir nicht erteilen, weswegen wir den Weg Verein -> Schule für sinnvoller halten. Wir werden im Mai über die Presse allerdings auch Schulen bitten, sich an Vereine zu wenden.

b.) Das Star-Training: Die Papierflyer wurden den Jugendleitern eurer Vereine bereits per Post zugeschickt: Der DHB und die AOK schicken erneut Welt- und Europameister sowie aktive Nationalspielerinnen und -spieler an Deutschlands Grundschulen.

Ziel der Aktion ist es, Schülerinnen und Schülern Freude an der Bewegung, am Spielen und am sportlichen Miteinander zu vermitteln und so für Handball zu begeistern. Unter der Schirmherrschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson werden Handballprofis 22 Schulen in ganz Deutschland besuchen, um mit den Schülern zu trainieren und ihnen den Spaß am

Handball zu vermitteln. Da alle 22 DHB-Landesverbände und die regionalen Handballvereine eingebunden werden, können die begeisterten potenziellen Neu-Handballer auch direkt Kontakt zum Handballverein in ihrer Nähe aufnehmen, denn der Partnerverein der Schule wird diesen Vormittag mitgestalten.

Ab sofort können sich Eltern und Lehrer von Grundschülern für das AOK Star-Training bewerben.

Bewerbungsschluss ist der 10. Juni 2016.

Dafür können sich alle Grundschulen direkt melden bzw. bewerben. In unserem Verband wird dann eine Schule das Startraining am 14. September 2016 gewinnen.

Hier der direkte Link mit weiteren Informationen: www.aok-startraining.de

 

Außerordentlicher Verbandstag 2016

Liebe Vereinsdelegierten,

im Schlusswort zum Delegiertentag am 07. März 2015 hat unser Präsident Friedhelm Jakob erklärt, dass er voraussichtlich eine gewisse Zeit als Pfarrer im Ausland verbringen werde. Er könne deshalb das von ihm mit großem Engagement ausgeführte Präsidentenamt über den Sommer 2016 hinaus nicht mehr ausüben.

Satzungsgemäß zwingt uns diese Mitteilung, in diesem Jahr einen außerordentlichen Verbandstag einzuberufen. Das Präsidium hat den dadurch erforderlich gewordenen a.o. Verbandstag wie folgt terminiert:

 

Freitag, den 17. Juni 2016 um 18.00 Uhr, Pfalzhalle in Haßloch.

 

Ich bitte, alle zum Verbandstag nominierten Vereinsdelegierte den v. g. Termin vorzumerken.

In einem der nächsten MB werden die nach unserer Satzung vorgegebenen und zu beachtenden Fristen im Einzelnen bekanntgegeben.

|Achim Hammer|

Die Turnierdatenbank ist gleichzeitig offizielle Anmeldung des Turniers beim Pfälzer-Handball-Verband. Wird das Turnier hier eingetragen, ist keine weitere Anmeldung mehr nötig. Turniere müssen aus versicherungsrechtlichen Gründen zwingend beim PfHV angemeldet werden; bei der Durchführung eines Turnieres (egal ob im Freien oder Halle, egal ob Einladungsturnier oder offenes Turnier) ist die Anmeldung Pflicht. (Möchten Sie ein Turnier eintragen, das nicht dem PfHV angehört, dann benutzen Sie bitte unseren Marktplatz.)

Nach dem Eintragen in die Datenbank wird das Turnier (i.d.R. nach einigen Tagen) auf der PfHV-Homepage freigeschaltet; zusätzlich erstellt die PfHV-Geschäftsstelle den Gebührenbescheid, welcher dem Absender der Anmeldung per Post zugesendet wird.

 

 

Meldegebühren:
je Erwachsenenklasse: 10€,
je Jugendklasse: 5€, Minis: 3€

zzgl. 5€ Gebühr je zusammenhängendem Turnier
und zzgl. 7% MwSt.

Ludwig Eichel (1950 bis 1969)

geboren am 25. November 1896 in Haßloch. Volksschule, Lehre in einem lederverarbeitenden Betrieb in Haßloch, ab 1920 in der BASF als Kaufmann. Pensioniert 1961. 1973 in Haßloch verstorben. Schon 1910 in den TV 1880 Haßloch eingetreten. Nach Kriegsende, Mitbegründer des Handballs im TV 1880 Haßloch, ab 1923 Schiedsrichter und weit über die Pfalz hinaus bekannt. Ab 1927 Spielwart im Speyergau des Turnerbundes, ab 1933 Fachwart Handball bis zum Ende des 2. Weltkrieges.

Gründer der Fachschaft Handball 1946 in der französischen Zone und Vorsitzender des Zonen-Handball-Ausschusses. 1949 Mitbegründer des PfHV und 1. Vorsitzender bis 1969. Bau der „Pfalzhalle“ in Haßloch 1951 sein Lebenswerk. Begründer der Arbeitsgemeinschaft Pfalz-Rheinhessen-Rheinland und später der Spielgemeinschaft mit den HV Saar. 1952 Mitbegründer des SWHV und langjähriger 2. Vorsitzender.

Goldene Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes.1950 die silberne Ehrennadel des Sportbundes Pfalz zu dessen Gründung; Ehrenmitglied der TSG Haßloch. 1951 erster Träger der goldenen Ehrennadel des PfHV, 1973 erster Träger der Ehrennadel in Gold mit Brillanten des PfHV, ab 1969 Ehrenvorsitzender des PfHV. 1967 erhielt er die goldene Ehrennadel des SWHV.

 

Karl Kreitner (1969 bis 1971)

 

geboren am 02. November 1920 in Iggelheim. Volksschule, Aufbauschule, Hochschule in München. Ausbildung zum Lehrer, Wahlfach Sport. 1941 als Soldat 1. Lehrerprüfung. In russischer Kriegsgefangenschaft bis 1948. Nach 2. Lehrerprüfung 1949 an der Kurpfalzschule Haßloch als Lehrer, 1962 Konrektor und ab 1969 Rektor dieser Schule. Schulrat 1981. Regierungs-Schuldirektor und Schulsportreferent bei der Bezirksregierung in Neustadt ab 1982. Seit Januar 1985 im Ruhestand in Iggelheim.

Breite sportliche Betätigung - Handball, Fußball, Leichtathletik in der aktiven Zeit. Ab 1952 Organisator für Schulsport, zuerst nur in Haßloch, dann im Kreis und dann auf Bezirksebene. Führte 1970 Handball als Schulsportrunde ein. Organisator vieler Wettkämpfe „Jugend trainiert für Olympia“. 1970 wurde seine Schule als „Sportaktivste Schule des Landes“ ausgezeichnet. Schulsportreferent ab 1982.

Seit 1953 aktiv in verschiedenen Sportverbänden und im Sportbund Pfalz tätig. 1972 bei der Olympiade in München aktiv als Ein-/Auf- und Abmarschleiter eingesetzt.

Viele hohe Auszeichnungen der verschiedensten Sportverbände, des Sportbundes Pfalz und der Bezirks- und Landesregierung. Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1992.

 

Alfred Stahl (1971 bis 1999)

 

geboren am 12. August 1926 in Ludwigshafen-Friesenheim. Nach der Volksschule 1940 Lehre 2 ½ Jahre in der BASF als Werkzeugmacher. Zum Arbeitsdienst eingezogen 1942. Einsatz u.a. bei Krupp-Essen. Bereits im Juli 1945 aus dem Krieg zu Hause. In der BASF wieder ab 1945; 1952 Maschinenbau-Meister; 1955 zur Kalkulation und dann Obermeister in der Blechnerei der BASF bis zur Pension 1986.

Schon früh spielte er in der Jugend des Vereins „IG-Farben“, nach Kriegsende beim SV Friesenheim in der Oberliga, ab 1951 bis heute Mitglied bei der TSG Friesenheim.

Erstmals 1960 tauchte sein Name bei Verbandstagen auf als Staffelleiter im Kreis NORD. In vielen Positionen danach tätig, wurde er 1971 zum 1. Vorsitzenden unseres Verbandes gewählt und war dies ununterbrochen bis er 1999 auf eine Wiederwahl verzichtete. Der Umbau der Pfalzhalle zum Landesleistungszentrum Handball in Haßloch war ein herausragender Verdienst seiner Person. Als „knorrig und kantig, aber immer geradeaus und ehrlich“ wurde er von allen Gremien, denen er angehörte, geschätzt und geachtet.

Höchste Auszeichnungen von DHB, SWHV, PfHV, von Landessportbund Rheinland-Pfalz und Sportbund Pfalz sowie der Landesregierung sind Zeugnis seiner Wertschätzung im Sport.

 

Rudi Eichhorn (1999 bis 2008)

 

geboren am 6. Mai 1939 in Landau, wohnhaft in Landau-Nußdorf. Nach Gymnasium eine Ausbildung zum Dipl.Ing (FH) für Geodäsie (Vermessungstechnik) in Karlsruhe und zum technischen Verwaltungsbeamten. Heute als Vermessungsoberamtsrat beim Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Koblenz, Außenstelle Neustadt.

Schon früh politisch aktiv und seit 1979 ununterbrochen im Stadtrat der Stadt Landau; 13 Jahre stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Mitglied des Kreisvorstandes sowie des Bezirks- und Landesparteiausschusses der CDU in den frühen 90er Jahren. Seit September 1999 Ortsvorsteher in Nußdorf und Ehrenringträger der Stadt Landau.

Sportlich immer in führenden Vereins- und Verbandspositionen tätig. Von 1971 bis 1998 erster Vorsitzender des TV Nußdorf; in dieser Zeit kam die Handball-Damenmannschaft bis in die 2. Bundesliga. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Verein von 350 auf über 900 Mitglieder. Seit 1979 im Sportkreis Landau tätig als Vertreter des Sportbundes Pfalz. Seit 1995 Sportkreisvorsitzender. Seit 1981 zweiter Vorsitzender des Pfälzer Handball-Verbandes, ab 1999 dessen erster Vorsitzender.

Goldene Ehrennadel des TV Nußdorf (1988); Ehrenvorsitzender seit 1999; Ehrenbrief des PfHV (1991); Goldene Ehrennadel 1999; Silberne Ehrennadel des Südwestdeutschen Handball-Verbandes und des Sportbundes Pfalz (1999).

 

Friedhelm Jakob (seit 2008)

 

Geboren am 9. März 1951; aufgewachsen in Schwegenheim und Landau; nach dem Besuch des altsprachlichen Gymnasiums in Landau Studium der Theologie und Psychologie in Heidelberg, Berlin und Mainz. 1974 als Vikar in Mutterstadt tätig, anschließend 20 Jahre Gemeindepfarrer in Ludwigshafen-Edigheim. In dieser Zeit war er Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz und 10 Jahre in der Kirchenregierung, dem obersten Leitungsgremium der Evangelischen Kirche. Seit 1997 ist er Dekan im Kirchenbezirk Speyer und dabei auch tätig als Pfarrer an der Gedächtniskirche zur Erinnerung an die Protestation von 1529. Im Ehrenamt Vorsitzender des Bauvereins Gedächtniskirche.

 

Überraschend ist sicher, dass Jakob – wie er gerne betont – in seiner Schulzeit höchstens Mal Aushilfshandballer war. In der Landauer Zeit war er mit Leib und Seele Leichtathlet und trainierte unter seinem Trainer Jochen Wetter. Hauptsächlich trat er als Mittelstreckler an, aber er war bei Wettkämpfen oft „die Allzweckwaffe“ seines ASV Landau. Immer schlug sein Herz beim Fußball. So trat er der Lehrersportgemeinschaft Ludwigshafen bei und gründete die „Kickenden Kindergartenväter“ seines Kindergartens, die inzwischen 25 Jahre spielen. Mit dem Kirchheimbolandener Pfarrer Elmar Funk belebte er neu die „Pälzer Parre“, eine bei vielen Pfälzer Festen gerne gesehene „Prominentenmannschaft“, deren härtester Gegner in vielen Auseinandersetzung die Pälzer Ausles um den Silbermedalliengewinner im Ringen Werner Schröter war. Mit seinen Pälzer Parrern kam Jakob weit in der Welt herum: so spielten sie in Rom gegen die Schweizer Garde des Papstes, das wohl härteste Spiel seiner Laufbahn, sie spielten u.a. in Jerusalem, Kapstadt, Santiago de Chile und Königsberg und stets für einen sozialen Zweck.

 

Zum Handball kam Jakob durch seinen Sohn Erik in Edigheim. Als meckernder Vater wurde er zuerst Jugendleiter und dann Abteilungsleiter. 1993 wurde er ins Verbandsgericht gewählt, 1999 zum Vizepräsidenten für Organisation und Entwicklung, ehe ihn die Delegierten des Pfälzer Handballs am 17. Mai 2008 in Assenheim zum Präsidenten wählten.

 


Günter Flohn

Chronik des Pfälzer Handballs endlich fertiggestellt
November 2007. Oftmals habe ich in den letzten Jahren die Vereine gebeten, mir bei der Beschaffung von Festschriften und Bildern behilflich zu sein, endlich kann ich nach fast zehn Jahren Arbeit jetzt sagen: "Die Chronik ist fertiggestellt und druckreif bearbeitet". Vom Beginn des Handballs in den 20er Jahren bis zum Jahr 2000 ist in den einzelnen Kapiteln die Geschichte unseres Sports in der Pfalz mit sicherlich vielen Einzelheiten und Bildern zusammengefasst.

An der Chronik interessiert?
Autor und Präsidium des Pfälzer Handball-Verbandes werden in nächster Zukunft über die Erscheinungsweise dieser Chronik beraten. Über möglichst viele Rückantworten und Anregungen würde ich mich persönlich sehr freuen. Sie können mich unter der Tel. Nr. 06359 - 4862 von morgens bis in den späten Abend erreichen oder Ihre Antwort per E-Mail unter der Adresse übermitteln.

Download: Leseprobe Chronik des Pfälzer Handballs (464 KB)

 

Handball in der Pfalz vor 1945

Die 20er: Viele Verbände, wenig Überblick
Als nach Kriegsende des 1. Weltkrieges 1918 in den Pfälzer Turn- und Sportvereinen wieder reges Leben einkehrte, zog auch eine neue Sportart ein - der Handball. Erste Handballhochburg in der Pfalz war der Raum Ludwigshafen. Als 1920 der FC "Pfalz" Ludwigshafen, der FC 03 Ludwigahafen und der TV Friesenheim in einer selbstorganisierten Spielrunde Handball spielten, war dies die Geburtsstunde des Handballs in der Pfalz.

Leider konnten sich die Deutschen Sportverbände nicht auf eine gemeinsame Spielrunde einigen und so spielten die Sportvereine (SV) die Fußballvereine (FC) und die Polizeisportvereine (PSV) in der "Deutschen Sportbehörde" (DSB), die Turnvereine (TV) im "Deutschen Turnerbund" (DT), die Freien- und Arbeiter Turnvereine (ATSV) im "Arbeiter Turn- und Sportbund" (ATSB). Kirchliche Sportbünde gab es katholisch die "Deutsche Jugendkraft" (DJK) und evangelisch das "Eichenkreuz" (EK).

Die 30er: Neustrukturierung: nur noch eine Handballorganisation
Wie ein Flächenbrand überzog die Handballidee die Pfalz. Handballmannschaften schossen wie Pilze aus dem Boden und die Sportbünde waren kaum noch in der Lage, mit neuen Staffeln den Spielbetrieb richtig zu organisieren. So spielten 1931 in der Pfalz beim Deutschen Turnerbund bereits 143 Vereine mit 349 aktiven Mannschaften Handball. Als 1934 im Reichsbund für Leibeserziehungen (DRfL) mit der Fachschaft 4 (Handball) allen Verbänden die Verantwortung für den Handballbetrieb aus den Händen genommen wurde, gab es endlich nur noch eine Handballorganisation. Unter der Leitung von Brigadeführer Richard Herrmann waren in Deutschland über 300.000 Handballspieler zusammengefasst.

Die 40er: schwere Verluste durch 2. Weltkrieg
Der 2. Weltkrieg brachte dem Handball schwere Verluste. Immer weniger Vereine waren noch in der Lage, eine Mannschaft zu melden. Im Jahr 1944 endet somit mit einem Paukenschlag der Handballspielbetrieb in der Pfalz. VfL Haßloch verliert in der Runde der letzten Vier in Hamburg gegen den Luftwaffensportverein Hamburg und scheidet aus. Der 3. Platz wird dann nicht mehr ausgespielt.

Hallenhandball vor 1945: ein gescheiterter Versuch
Auch Hallenhandball war vor 1945 bereits in der Pfalz bekannt. Das erste pfälzische Hallenhandballturnier fand am 14. Februar 1937 in der großen Halle des Hindenburgparkes in Ludwigshafen statt. Über das Versuchsstadium kam der Hallenhandball aber nicht hinaus.

Handball in der Pfalz ab 1946 / Der PfHV

Die 40er: Gründung des PfHV mit 8 Kreisen
Mit der Gründung des Pfälzer Handball-Verbandes am 23. Juli 1949 kehrten wieder geordnete Verhältnisse in den Pfälzer Handball ein. Zuvor regelte eine "Fachschaft Handball" den Spielbetrieb, der ab 1946 wieder lief. Schon ein Jahr nach der Gründung reduzierte man die Kreiseinteilung von acht auf drei Großkreise, die dann bis 1993 den Spielbetrieb von der Bezirksliga abwärts und den gesamten Jugendhandball in eigener Regie regelten. Drei Kreise - jeder mit besonderen Eigenheiten, Problemen und besonderer Struktur.

Die 50er & 60er: Die Zeit der Hallenneubauten
Mit dem Bau einer eigenen Großsporthalle 1951 leitete der Pfälzer Handball-Verband schon früh die Entwicklung zum Hallenhandball ein. Nach und nach platzte die Halle aus allen Nähten, selbst wochentags und bis spät in die Nacht wurden Meisterschaftsspiele, oft in Turnierform, ausgetragen. Erst zu Beginn der 60er Jahre wurden durch Hallenneubauten die Spielbedingungen immer besser. Das Sportförderungsgesetz von 1974 gewährte den Vereinen kostenlose Nutzung von kommunalen Sporthallen und trug wesentlich zur Weiterentwicklung des Handballs bei.

sportliche Höhepunkte der 50er bis 70er: Ende der "Ära Großfeld"
Erster sportlicher Höhepunkt war der Gewinn des "Deutschen Länderpokals für Junioren" im Jahr 1955. Maßgeblichen Anteil daran hatte der damals als Sportlehrer für den Pfälzer Handball-Verband wirkende Siegfried Perrey. Als 1965 die Bundesliga eingeführt wurde, war überraschend nicht die TSG Haßloch, sondern der TV Hochdorf in die höchste Spielklasse im Feld- und Hallenhandball aufgestiegen. Bereits 1967 erreichte der TV Hochdorf das Endspiel zur Deutschen Hallenmeisterschaft und verlor gegen den VfL Gummersbach. Im Großfeld wurde man 1970 durch GW Dankersen geschlagen und 1972 zog man im Pokalendspiel gegen die TS Steinheim den Kürzeren. Mit der Erringung des letzten Deutschen Titels auf Großfeld 1975 geht allerdings die TSG Haßloch in die Geschichte des Deutschen Handballs ein. 1980 endet der Großfeldhandball auch in der Pfalz mit dem letzten Pfalzmeister, dem TV Schifferstadt.

Die 80er & 90er: Entwicklung der Mannschaftszahlen
Bis in die Jahre 1980-1984 entwickelte sich der Hallenhandball stetig nach oben. Erste Spielgemeinschaften entstanden dort, wo vor allem ein Rückgang im Jugendhandball zu verzeichnen war. Zum Ende der 80er Jahre beginnt der Rückgang im aktiven Bereich. Waren es 1988 noch 205 Männermannschaften und 86 Frauenmannschaften, so sind es 1999 noch 127 Männermannschaften und 71 Frauenmannschaften. Im Jugendbereich blieben die Mannschaftsmeldungen relativ konstant, wobei zu erkennen war, dass der Rückgang in den älteren Jugendklassen durch verstärkten Zuspruch in den jüngeren Jugendklassen wieder ausgeglichen wurde. 1998 spielten in der Pfalz 289 männliche Jugendmannschaften, im weiblichen Bereich waren es 118 Mannschaften.

Das Jahr 2000: Kleinfeldturniere verdrängen Sommerrunde
Das Verlegen des Spielbetriebs im Sommerhalbjahr auf Kleinfeldhandball hatte nur über eine kurze Zeit Erfolg. Zwar spielten 1975 185 Herren- und 77 Frauenmannschaften auf Kleinfeld, aber immer schneller ging die Talfahrt voran. Kleinfeldturniere ersetzten teilweise den regulären Spielbetrieb. Ab 1993 gibt es dann keinen Sommerhandball mehr im aktiven Bereich. Bei der Jugend ist die Talfahrt nicht ganz so rasant. Erst zum Ende der 80er Jahre gehen auch hier die Mannschaftsmeldungen zurück. Ab dem Jahr 2000 wird dann in der Pfalz kein Sommerhandball mehr gespielt.
Quelle: Flohn, Günter (2007): Volkssport Handball - Chronik des Pfälzer Handballs (Druck in Planung)

Die Jahre 2004-2007:
Neue Wettkampfstruktur im Kinder- & Jugendhandball
Die DHB-Rahmentrainingskonzeption gibt schon seit Jahren die Marschrichtung für engagierte Jugendtrainer vor. In ihr werden Trainingsinhalte jugendgemäß zusammengestellt und aufbereitet. Im Jahr 2004 hat der DHB in Anlehnung an diese bisherige Empfehlung eine verbindliche, einheitliche Wettkampfstruktur für den Kinder und Jugendhandball eingeführt. Mannschaften bis inkl. der E-Jugend müssen in Wettkämpfen Manndeckung spielen, in der D-Jugend müssen verbindlich mind. drei Spieler vor der 9m-Linie decken. Somit vermeidet der DHB defensive Abwehrformationen, welche für die Handballausbildung von Kindern große Nachteile haben. 2006 geht der PfHV noch einen Schritt weiter: Er führt ein verbindliches Konzept für die Spielfeste im Mini-, F- und E-Jugend bereich ein, welches ab 2007 leicht verändert weitergeführt wurde.

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