Weibliche Auswahl 2003/04, Turnier in Bad Rotenfels

Am Sonntag, den 08.01.2017,  machte sich die weibliche Pfalzauswahl Jahrgang 2003/04 auf den Weg zum Jugendcup weiblich des Bezirks Rastatt, der von den Panthers Gaggenau in Bad Rotenfels ausgerichtet wurde.

Gespielt wurde in zwei Gruppen, im Modus "Jeder-gegen-jeden" mit anschließenden Platzierungsspielen. Die Spielzeit betrug jeweils 10 Minuten.
In Gruppe A trat der PfHV gegen Panthers Gaggenau, Handballbezirk Rastatt und Ottersweier/Großweier an. Die Mannschaft aus Neckar/Kocher hatte kurzfristig abgesagt.

Im ersten Spiel gegen SG Ottersweier/Grossweier schienen unsere Pfälzer Mädels noch nicht so recht aufgewacht zu sein. Vorallem im Angriff machten sie viele technische Fehler und auch den Gegnerinnen ging es ähnlich, sodass in den ersten Spielminuten kein Tor fiel. Durch zwei gute Bewegungen im Angriff konnten sich die Mädels dann aber mit 2:0 absetzen.
Daraufhin besserte sich auch nach und nach die Abwehrarbeit, sodass wir viele Bälle abfangen und in Kontertore verwandeln konnten (3:1, 4:1, 6:1). Im Angriff blieben die Mädels allerdings ähnlich unkonzentriert wie zu Beginn und vergaben einige Torchancen; nichtsdestotrotz konnten sie die Partie aber mit 8:3 für sich entscheiden.

Im zweiten Spiel gegen den Handballbezirk Rastatt trafen unsere Mädels auf einen Gegner auf Augenhöhe. In der Abwehr arbeiteten unsere Mädels aktiv und konsequent, sodass sie einige technische Fehler der Gegnerinnen provozieren und dadurch schnelle Tore erzielen konnten. Im Angriff spielten die Mädels dann jedoch sehr überhastet und suchten zu schnell den Abschluss, wodurch sie viele Torchancen vergaben. Gleichzeitig stimmten in der Abwehr, trotz individuell guter Arbeit, die Absprachen bei Wechseln und Übergängen nicht, wodurch die Gegnerinnen häufig frei zum Torabschluss kamen. So blieb es die komplette Spielzeit über ein Kopf-an-Kopf-Rennen (1:0, 2:2, 3:4, 4:4, 5:5). In der letzten Spielminute konnten wir nach einem schönen Zusammenspiel im Angriff mit 6:5 in Führung gehen. Wenige Sekunden vor Schluss konnten die Gegnerinnen dann aber nach einem "Verzweiflungswurf" von 10 Meter aus dem Stand noch einmal den Ausgleich erzielen, sodass die Begegnung Unentschieden mit 6:6 endete.

Im dritten und letzten Gruppenspiel trafen die PfHV-Spielerinnen auf die Panthers Gaggenau. Die Gegnerinnen spielten einen recht statischen Angriff, weshalb es unseren Mädels leicht fiel, die Gegnerinnen in Schach zu halten und ihre Angriffsaktionen zu unterbinden. Allerdings gelang es den Mädels auch nicht, dieses statische Spiel auszunutzen. Falls sie den Ball doch einmal abfangen konnten, vergaben sie die Torchancen durch unplatzierte Würfe. Auch aus dem Positionsangriff heraus sah es nicht besser aus. Dennoch konnten sich die Pfälzer Mädels langsam absetzen (1:0, 2:1, 4:1). In den letzten fünf Spielminuten wurde die Abwehrarbeit dann jedoch nachlässiger, wodurch die Panthers Gaggenau wieder aufschließen konnten  (4:2, 4:3). Dadurch führten unsere Mädels in der letzten Spielminute nur noch 5:4. Den letzten Angriff nutzten die Pfälzerinnen dann aber noch einmal und spielten eine schöne, freie Torchance heraus, die sie auch nutzten, um sich auf ein 6:4 abzusetzen. Durch einen Abwehrfehler in den letzten Spielsekunden konnten die Panther jedoch dann noch einmal auf 6:5 verkürzen.

Mit 5:1 Punkten konnten die PfHV-Mädels aber dennoch den Gruppensieg holen und standen im Halbfinale gegen den Gruppenzweiten der Gruppe B, die HG Sasse.
Unsere Pfälzer Mädels starteten hoch motiviert in das Spiel und spielten besser zusammen als in den vorhergehenden Spielen, sodass sie schnell in Führung gehen konnten  (1:0, 2:1, 4:1, 5:1). Auch die Abwehr stand gut, wenn auch, wie in den Spielen zuvor, einige Übergabe-Übernahme-Fehler gemacht wurden. Den Gegnerinnen der HG Sasse gelang es jedoch nicht, diese Fehler wirklich gut auszunutzen, weshalb wir unsere Führung halten konnten (6:2, 7:3). Über die nun 12minütige Spielzeit hin, verbesserte sich das Zusammenspiel im Angriff noch einmal, die Mädels bewegten sich ohne Ball und konnten sich somit viele Torchancen erlaufen, die sie auch nutzen (8:4, 9:4). Das Halbfinalspiel endete letztendlich mit 9:6.

Das zweite Halbfinale zwischen den Panthers Gaggenau und dem HV Südbaden konnte der HV Südbaden deutlich für sich  entscheiden  (5:15), sodass unser Finalgegner feststand.

Im Finalspiel gegen den HV Südbaden waren unsere Mädels absolut motiviert, obwohl der HV Südbaden in den vorherigen Spielen immer sehr stark aufgetreten war.
In der Abwehr versuchten die Mädels ihre Zusammenarbeit zu verbessern, aber nach wie vor stimmten die Absprachen nicht: Sowohl die Kreisläuferinnen als auch die Aussenspielerinnen kamen nach einfachen Auslösehandlungen viel zu oft frei zum Wurf.
Im Gegenzug konnten aber auch unsere Pfälzer Mädels durch einfache Kreuzbewegungen und Auslösehandlungen freie Torchancen erspielen und diese souveräner nutzen als in den Spielen zuvor.
So ging es die kompletten 12 Minuten Spielzeit über hin und her, mal führte der PfHV, mal der HV Südbaden (1:0, 2:2, 3:4, 5:5, 6:5). Das führte dazu, dass es nach Ablauf der Spielzeit 10:10 stand. Den Turnierbestimmungen zufolge musste es zur Entscheidungsfindung nun ein 7Meter werfen geben. Die PfHV-Trainerinnen Petra Landgraf und Ines Feldmann nominierten als Torwart Celine Görgen und als Schützinnen Qeren Scholtes, Charlotte Lohr, Franka Feldmann, Emily Hagenbucher und Shona Ottenritter.
Beim Siebenmeter bewiesen die Südbadenerinnen dann aber die stärkeren Nerven und entschieden das Spiel somit mit 11:13 für sich.
Nichtsdestotrotz belegten unsere Pfälzer Mädels einen großartigen 2.ten Platz, nachdem sie sich spielerisch von Spiel zu Spiel gesteigert hatten. Herzlichen Glückwunsch, Mädels!

Für den PfHV spielten: Celine Görgen, Lea Schrader  (beide Tor), Meltem Akgül, Sila Demir,  Franka Feldmann, Linda Götz, Emily Hagenbucher, Charlotte Lohr, Helena Müller, Shona Ottenritter, Qeren Scholtes, Marie-Luise Sommerauer


 

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