DHB-Sichtung m2000

"Hier haben sie alle einmal angefangen, die ganz Großen im deutschen Handball, und natürlich auch die Europameister von Polen: Die DHB-Sichtung ist für hoffnungsvolle Talente aus den Landesverbänden die erste mit Spannung erwartete Möglichkeit, sich vor den Augen der Bundestrainer zu zeigen und für weiterführende Lehrgänge des DHB zu empfehlen. Bei der Sichtung in der Sportschule von Ruit hat die Rheinland-Pfalz-Auswahl des Jahrgangs 2000 einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Die Mannschaft hat sich hervorragend präsentiert, so gut wie seit Jahren es kein Rheinland-Pfälzisches Team mehr geschafft hat", resümierte der von den Verbandstrainern Rudi Engel (Rheinland) und Jan Ludwig (Rheinhessen) unterstützte Landestrainer Marcel René Trinks die fünf anstrengenden Tage mit vollem Programm.

Mit Frederik Bohm (TuS KL-Dansenberg), Henning Huber (mAB Thaleischweiler/Waldfischbach), Dimitri Kerber (HR Göllheim/Eisenberg), Yessine Meddeb (TV Kirrweiler), Mike Späth (TuS KL-Dansenberg), Bastian Wilbrand (TSG Friesenheim) nahmen gleich 6 Spieler aus dem Gebiet HV Pfalz an der DHB-Sichtung teil.
 
         
 
Wer ein kompletter Handballer werden möchte, muss mehr mitbringen als „nur" im klassischen Spiel sechs gegen sechs zu überzeugen.
 
Deshalb ist die DHB-Sichtung weitaus breiter angelegt. Sie umfasst unter anderem athletische Tests, Grundspiele und -übungen, aber auch Ausflüge in ganz andere Disziplinen wie zum Beispiel das Bodenturnen. „In den Rankings befanden wir uns unter zehn vorgestellten Auswahlmannschaften durchschnittlich auf Rang vier. Es hat sich ausgezahlt, dass wir gut vorbereitet waren", berichtet Trinks. In der Turnierwertung sprang sogar der dritte Platz heraus. Ein Abschneiden, das die eigenen Erwartungen übertraf. Nach zwei Siegen in der Vorrunde gegen Niederrhein (3:2 Punkte) und das Saarland (4:1 Punkte) sowie zwei Niederlagen gegen Württemberg (2:3 Punkte) und Hessen (2:3 Punkte) entschied das RLP-Team das kleine Finale gegen Südbaden (3:2 Punkte) für sich. Jede Partie bestand aus zwei Halbzeiten zu je 15 Minuten und einem anschließenden Penalty-Vergleich, bei dem ein Verteidiger versuchen muss, den gegnerischen Angreifer im Tempogegenstoß abzulaufen. Für jede gewonnene Halbzeit gab es zwei, für einen Sieg im Penaltywettbewerb, der aus fünf Versuchen pro Team bestand, einen Punkt.

"Alle nominierten RLP-Spieler haben in allen Bereichen einen guten Eindruck hinterlassen, auch wenn es für einige nicht zur Einladung für den nächsten DHB-Lehrgang reichte", sagt Trinks.
Drei Rheinland-Pfälzer schafften den Sprung auf die nächste Ebene. Henning Huber, Yessine Meddeb und Bastian Wilbrandt (alle HV Pfalz) konnten sich erfolgreich in Szene setzen und erhielten eine unmittelbare Einladung zur DHB-Sichtung in Naumburg. Yessine Meddeb schaffte es durch seine starke Leistung sogar ins DHB-Allstar-Team.

Die RLP-Auswahl Jahrgang 2000 wird in einem Kader von circa 17 Spielern weiter auf Landesebene trainieren und auf das Ziel Länderpokal im Dezember in der Landeshauptstadt Berlin vorbereitet werden. Bei diesem Highlight treffen alle 20 Landesverbände in Turnierform aufeinander.

Für die Rheinland-Pfalz-Auswahl 2000 spielten: Frederik Bohm (15 Tore), Benjamin Glindemann (7), David Hilbert (14), Henning Huber, Dimitri Kerber (1), Tim Kratz (7), Yessine Meddeb (17), Robin Sokolis, Mike Späth (1), Simon Steinert (5), Jakob Wallura (2), Bastian Wilbrand (17).
 

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