Im  Rahmen einer Ehrungsmatinee des Sportbundes Pfalz
am vergangenen Samstag im Turmrestaurant des Ludwigshafener Ebertparkes

wurde  unser Präsident Friedhelm Jakob mit der Goldenen Ehrennadel des Sportbundes ausgezeichnet. Präsident Dieter Noppenberger persönlich nahm diese Ehrung vor. Im Rahmen der persönlichen Laudatio zitierte er 2. Timotheus 1, Vers 7: „Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gegeben“. In diesem Geist habe Jakob den Pfälzer Handballverband in fast 20 Jahren zuerst als Vizepräsident und seit 2008 als Präsident geführt.

Jakob selbst zeigte sich von der Ehrung mehr als überrascht. Als er mit mir am Samstagnachmittag nach Koblenz zur Leistungssportsitzung fuhr, fragte er mich fast etwas vorwurfsvoll: „Adolf, hast du das gewusst.“ Ich konnte guten Gewissens verneinen. Er selbst sei der Einladung gefolgt, weil er sich bei der Matinee unter den Sportkollegen einfach zeigen wollte und das Turmrestaurant für ihn ein bisschen alte Heimat sei. Schließlich hätten sich in den Anfangsjahren als Pfarrer in diesem Restaurant die Kollegenschaft zur monatlichen Konferenz getroffen.

Schmunzelnd habe Jakob am Montag den Artikel in der Rheinpfalz gelesen, wo er als Ludwigshafener bezeichnet wurde. Schließlich sei Jakob nicht als Ludwigshafener geehrt worden, sondern als Handballer und da sei seine Heimat sehr wohl der TV Edigheim, aber auch der TSV Speyer und ein bisschen auch der 1.FC Speyer, bei dem er über Jahre als Leiter der AH-Abteilung und als Mitglied des Verwaltungsrates sportlich und funktionärsmäßig tätig gewesen sei. Seine sportliche Urheimat ist aber immer noch der ASV Landau, wo er einst als Leichtathlet startete.

Jakob betonte auch: „Diese Auszeichnung betrachte ich nicht nur als persönliche Würdigung, sondern auch als Anerkennung der guten und soliden Sport-Funktionärstätigkeit meines Präsidiums. Ohne die Vizepräsidenten und die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter und eine funktionierende Geschäftsstelle wäre ich nichts.“   Nachdenklich kam Jakob im Gespräch auch noch einmal auf den Rheinpfalz-Artikel zurück. Der Schreiber Klaus Kullmann sprach vom „Ü60-Kreis“, was er nicht abschätzig meinte. Tatsächlich war es eine Runde der graumelierten älteren Herren. Jakob dazu: „Wir bräuchten dringend jüngere Leute in Funktionärsämter und auch mehr Frauen.“ Aber er selbst weiß: „Wir können sie uns halt nicht backen. Aber bemühen müssen wir uns und zwar alle...“

 

[Adolf Eiswirth]


 

Zum Seitenanfang