Die Rheinpfalz - Speyerer Rundschau  "Ausgabe 24.06.2017"

Nowaks Granaten und die charmante Jasmina

Handball: Die deutschen Mädchen besiegen Kroatien gestern Abend in der Osthalle Speyer am Ende dann doch mühelos 29:18. 700 Zuschauer verfolgen begeistert das von Klaus Bethäuser und dem TSV bestens organisierte Match.

Von Henning Schwarz

 
Speyer. „Es ist 18 Uhr und 19 Minuten. Wir sind hier in Speyer zum Handball-Länderspiel der A-Juniorinnen Deutschland gegen Kroatien“: Moderator Siggi Weickenmeier (Speyer) begrüßte gestern Abend die 700 Fans wie weiland Dieter-Thomas Heck die Fernsehzuschauer der ZDF-Hitparade und sorgte gleich für gute Stimmung in der schwül-warmen, mit den Flaggen der beiden Länder geschmückten Sporthalle Ost.

„An einem solchen Tag spielt man eigentlich lieber Fußball im Freien als Handball in der Halle. Deshalb meinen Respekt an Sie und die Spielerinnen“, sagte der Präsident des Pfälzer Handball-Verbandes, Friedhelm Jakob. Jakob berichtete vom zuvor erfolgten herzlichen Empfang durch Speyers Bürgermeisterin Monika Kabs und dass Bundestrainer Maik Nowak die Pfalz ganz wunderbar findet.

Klaus Bethäuser, Lehrwart des Verbandes und organisatorischer Kopf der Veranstaltung, meinte gar, Nowak gefalle hier alles so gut, dass er nächstes Jahr mit dem Nationalteam gerne zu einem weiteren internationalen Vergleich anlässlich des deutsch-französischen Jugendaustausches in die Domstadt kommen wolle.

Weickenmeier, der zuvor mit den begeisterten Fans bereits das Klatschen und Jubeln trainierte, stellte nach dem Abspielen der Nationalhymnen die Spielerinnen vor. Bei den Kroatinnen unterstützte ihn Jasmina Djozic charmant. Die Lingenfelderin und Tochter von Jasmin Djozic, der früheren bosnischen, Lingenfelder und Speyerer Handballgröße, dolmetschte bereits beim Empfang der Stadt.

Den Gästen, seit Donnerstag vor Ort, gefiel unmittelbar vor dem Anpfiff der Ball nicht. Ersatz hielt her. Das nutzte zunächst wenig. Denn Deutschland legte, unterstützt durch das rhythmische Klatschen seiner Fans, das 3:0 vor.

Kurz darauf herrschte vorübergehend Stille. Lea Franusic landete nach einem Sprungwurfversuch hart auf dem Hallenboden und blieb mit blutender Nase liegen. Sanitäter und die deutsche Mannschaftsärztin Steffi Klausing eilten herbei. Die Linkshänderin schied mit Verdacht auf Nasenbeinbruch aus.

Nach einer nervösen Auftaktphase mit vielen technischen Fehlern und vergebenen Siebenmetern auf beiden Seiten bekamen die Gastgeberinnen das Geschehen sportlich allmählich in den Griff. Beide Teams versuchten trotz der Hitze, Tempo zu machen. Aber Kroatien ließ in dem Maße nach, wie sich die Deutschen steigerten. Weickenmeier half mit, forderte die Zuschauer zur Unterstützung auf: „Nicht nachlassen, Speyer, noch siebeneinhalb Minuten bis zur Pause zu spielen.“

Zuschauer Heiko Stoffel (Römerberg) fand in der Halbzeit die deutsche Abwehr zu passiv. Michael Reichling (Bellheim) überraschte, dass die Kroatinnen ihre körperlichen Vorteile nicht besser zur Geltung brachten. Bethäuser, der nach dem Abpfiff und viel Beifall von den Rängen die 102 Teilnehmer des gestern mit dem Länderspiel begonnenen Trainersymposiums auf der Tribüne zu einer improvisierten Pressekonferenz versammelte, meinte: „Ich bin sehr überrascht über das gute Niveau der Jahrgänge 2000 und 2001. Da sind einige Granaten dabei.“ Sport


 

Die Rheinpfalz - Speyerer Rundschau  "Ausgabe 24.06.2017"

Den Schalter umgelegt

HANDBALL: Deutsche A-Juniorinnen schlagen Kroatien in Speyer mit 29:18

VON HENNING SCHWARZ

Speyer. Einen ungefährdeten Erfolg feierte die deutsche Handball-Nationalmannschaft der A-Juniorinnen gestern Abend in Speyer gegen Kroatien. Die Sieben der Coaches Maik Nowak und Zuzanna Porvaznikova bezwang die Auswahl vom Balkan vor 700 Zuschauern aufgrund einer Steigerung nach der Pause auch in der Höhe verdient mit 29:18 (15:10).

Die Deutschen verteidigten zunächst bissig und starteten erfolgreich. Carlotta Fege (Dortmund) markierte nach einer starken Einzelaktion aus dem Rückraum das 3:0 (6. Spielminute). Die Gäste nahmen eine Auszeit, verloren kurz darauf Lea Franzusic mit Verdacht auf Nasenbeinbruch, kamen aber dann besser ins Spiel. Beim 4:4 (13.) gelang der Ausgleich und beim 5:6 (17.) schien die Partei sogar kippen zu können. Deutschland schlug durch Maxi Mühlners Treffer zum 8:6 (20.) zurück. Doch bis zum 9:9 (23.) blieb die Partie ausgeglichen. Die pfälzischen Referees Sandra Senk/Daniela Kuschel kamen mit 2/1 Zeitstrafen aus.War das erste Spieldrittel noch von einigen Fehlern auf beiden Seiten geprägt, machten sich die Gastgeberinnen jetzt auf den Weg, das Geschehen mit ihrer stärksten Waffe, dem Konterspiel (insgesamt neun Treffer), für sich zu entscheiden. Kurz vor und nach der Halbzeitpause gelang der entscheidende Vorstoß von 12:10 auf 19:10 (34.). Kroatien hatte fortan kaum noch etwas entgegenzusetzen. Nach dem 27:16 (54.) durch Lena Hausherr (Dortmund) war das faire Spiel entschieden.

„Ich bin froh und glücklich, dass wir den Schalter in der zweiten Halbzeit umlegen konnten. Wir haben einiges probiert, was ich so in einem Pflichtspiel nicht versuchen würde“, sagte Nowak zum schwierigen ersten Spieldrittel. Er zollte seinen Schützlingen, die eine harte Trainingswoche in den Beinen hatten, Respekt für die engagierte Leistung.

Für Deutschland trafen Kretzschmar (4), Bleckmann (4/1), Hausherr, von Pereira (je 3), Wulf, Michalczik, Neubrander, Weise, Mühlner, Kockel (je 2) sowie Golla, Scheib und Fege (je 1).


 

Die Rheinpfalz - Speyerer Rundschau  "Ausgabe 21.06.2017"

Torfrauen unter vollem Beschuss

Reportage: Zu Besuch bei der Handball-Mädchen-Nationalmannschaft – Am Freitag Länderspiel gegen Kroatien in Speyer

Von Martin Erbacher

Hassloch. Die Pfalzhalle in Haßloch ist fast leer. Die neue Klimaanlage surrt leise und sorgt für wohltuende Kühle. „Guten Morgen“, sagt die einzige schon anwesende, verletzte Spielerin im roten Hemd mit weißem Deutschland-Schriftzug freundlich. Wir warten – auf das Training der weiblichen A-Jugend-Handball-Nationalmannschaft, die am Freitag (18.30 Uhr) in der Speyerer Osthalle gegen Kroatien spielt.

Klaus Bethäuser (Speyer), Lehrwart des Pfälzer Handball-Verbandes und Organisator der Partie, schlurft kurzbehost in Sandalen über den Parkplatz. „Gute Morgen, Chef“, begrüßt er den Mitarbeiter in der Geschäftsstelle: „Die Mannschaft kommt eine Viertelstunde später.“Dann sind sie, in Kleinbussen aus der Sportschule Edenkoben angereist, alle da, 18 Mädels der Jahrgänge 2000/01 in weißen Deutschland-T-Shirts, mit schwarzen und grünen Rucksäcken, Wasserflaschen bewaffnet, alle höflich. „Un? Habt ers gfunne?“, spielt Bethäuser auf die Umleitungen in Haßloch an.

Die Verletzte erhält von den Mitspielerinnen Küsschen. „Die Chefs kommen als Letzte“, kündigt Bethäuser an. Und da ist es, das Funktionsteam um Chef-Trainer Maik Nowak. Schon gibt’s einen Händedruck von keinem Geringeren als DDR-Torwartlegende und Moskau-Olympiasieger Wieland Schmidt. Auch auf dem Parkett tummelt sich ein berühmter Name: Lucie Kretzschmar vom HC Leipzig ist die Tochter von Ex-Nationalspieler Stefan Kretzschmar.

Eine Spielerin muss wegen einer Blutblase zum Arzt, Nowak: „Sagt, es ist wichtig. Drängt euch vor. Ihr schafft das.“ Das Warmmachprogramm läuft. Musik erklingt. Die jungen Handballerinnen werfen sich harte Pässe zu. Dann nehmen sie ihre Torhüterinnen aus allen Lagen unter Beschuss, mit hohen Bällen abwechselnd von rechts und links. Schmidt gibt mit ruhiger Stimme Tipps.

Vor der Tribüne liegen rote und grüne Leibchen, Klebeband, auf den Bänken schwarze und gepunktete Faszienrollen zur Stärkung des Bindegewebes, eine Kühlbox, weiße sowie blaue Turnschuhe. „Weiter geht’s“, ruft Nowak. Liegestütze stehen an. Nowak ist mittendrin: „Anspannen, lockerlassen, Fußspitzen Richtung Knie.“

Das Team wirft nun aus größerer Entfernung, dann aus ganz kurzer. Drei Mädels greifen zur Trinkflasche. „Ein Torwart drüben ins Tor“, befiehlt der Coach: „Laufschritt, auf geht’s.“ Das Problem drüben: Das Fangnetz hinter dem Gehäuse ist hochgezogen. „Könnt ihr das Netz runtermachen?“, fragt er Bethäuser.

„100 Prozent gegen den Block“, fordert Nowak: „Alles klar?“, „Ja“, kommt es deutlich zurück. Die nächste Anweisung: „100 Prozent Sprint, nicht sechs Meter, acht Meter. Alles klar, Mädels? Das muss schneller gehen.“

Bethäuser und der Geschäftsstellenmann schleppen eine riesige Leiter heran. Bethäuser führt die Aufsicht. Sein Kollege macht sich ganz oben am Netz zu schaffen. „Schneller, schneller, Abstände länger lassen“, verlangt drunter der Handballlehrer: „Das dauert zu lange.“

Der Geschäftsstellenmann steigt die Leiter herunter und ein paar Meter weiter rechts wieder hinauf. Nowak und seine Schützlinge gehen zur nächsten Blockübung weiter. „Abwehrarbeit, Gegenstoß, schnelle Mitte“, all das will er bis Samstag verinnerlichen, wie er im Gespräch sagt.

So spielen sie

Deutschland, weibliche A-Jugend: Charley Zenner (5 Länderspiele, Sachsen Zwickau), Laura Waldenmaier (6, FA Göppingen), Vivien David (HSG Blomberg-Lippe), Lena Hausherr (5/9 Tore), Hannah Kriese (1/1), Mariel Wulf (5/21), Leonie Kockel (21/25), Carlotta Fege (5/11, alle Borussia Dortmund), Paulina Golla (6/4, FSG Mainz/Budenheim), Lucie Kretzschmar (19/30), Maxi Mühlner (4/4), Julia Weise (9/18), Pauline Uhlmann (2/3, alle HC Leipzig), Dana Bleckmann (5/21, TV Aldekerk), Aimée von Pereira (MTV Herzhorn), Malina Marie Michalczik (3, HLZ Ahlen), Lea Neubrander (9/18, SG Herrenberg), Jana Scheib (4/4, SG Bietigheim)


 

Die Rheinpfalz - Rheinpfalz am Sonntag "Ausgabe 28.05.2017"

HANDBALL

Weiter mit Jakob

HASSLOCH. Friedhelm Jakob (Ludwigshafen) ist gestern als Präsident des Pfälzer Handball-Verbandes wiedergewählt worden. Der 66-Jährige hat nun ein Ehrenmitglied im Spitzengremium. Dazu ernannte der Verbandstag Adolf Eiswirth (72), Vizepräsident Finanzen aus Römerberg.

Mit visionären Plänen, wie sie Rolf Reincke bei den Perspektiven 2020+ des Dachverbandes DHB skizzierte, konnte Jakob gestern in Haßloch nicht aufwarten. Er hat in den nächsten zwei Jahren eine eingespielte Mannschaft, mit der er Probleme angehen kann. Einer seiner Wegbegleiter, der die Sanierung der Pfalzhalle leitete, ist nicht mehr dabei. Achim Hammer (Waldsee), als Vizepräsident Organisation und Entwicklung sein Stellvertreter, kandidierte nicht mehr. Das Präsidium wird den zweiten Vorsitzenden künftig aus seiner Mitte bestimmen und will sich Zeit lassen mit der Besetzung des offenen Amtes. Aus der Versammlung kam kein Personalvorschlag.

Der Hamburger Reincke, noch bis Oktober im DHB-Präsidium, brachte die Handballer ins Träumen: Platz eins bis drei bei internationalen Männer-Wettbewerben, bei der Hallen-WM der Frauen mindestens Halbfinale, ab 2020 zwei Medaillen bei Olympischen Spielen und vier, wenn Beachhandball dazu kommen sollte, seien die Ziele. Dazu ein Plus von annähernd 100.000 auf 800.000 Mitglieder und verpflichtende Kooperationen mit Schulen oder Kindergärten. Jakobs Ziele: einen Schulsportbeauftragten gewinnen, mehr Frauen in die Verantwortung holen, eine „größere Lösung für den Handball in unserem Bundesland“ – mit dem Saarland. Er geht sie an mit Eiswirth und mit der Vizepräsidentin Jugend Christl Laubersheimer (Neustadt), die Sportbund-Pfalz-Präsident Dieter Noppenberger mit der Goldenen beziehungsweise Silbernen Ehrennadel auszeichnete, mit Josef Lerch (Offenbach), Rainer Krebs (Römerberg), Manfred Köllermeyer (Rodalben). Zur Schiedsrichter-Problematik redete Bundesligaschiri Thorsten Kuschel, der 13- bis 17-Jährige ausbildet, Tacheles: „Manche Eltern sollten sich überlegen, ob sie ihre Aggressionen nicht besser zu Hause oder im Wald abbauen.“ Bei einem Jugendspiel hatte ein Jungschiri keinen Mut mehr, die zweite Hälfte anzupfeifen. thc


 

Die Rheinpfalz - Ludwigshafener Rundschau  "Ausgabe 27.05.2017"

 

Drei Fragen an ...

Friedhelm Jakob, Präsident der pfälzischen Handballer

Herr Jakob, gehen Sie als der fünfte und zugleich letzte Präsident in die Geschichte des Pfälzer Handball-Verbandes ein? Es ist ja so, dass Sie nochmals für zwei Jahre kandidieren, weil der Verband sonst führungslos wäre.

Wieso der letzte? Es ist kein Geheimnis, dass das Präsidium in die Jahre gekommen ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in zwei Jahren einen jungen Präsidenten haben. Vielleicht aus einem Kompetenzteam, wie wir 1998 eines waren mit Josef Lerch, Walter Laubersheimer, Jürgen Thomas, Hans Thomas und mir, Leuten um die 50. Im Oktober vergangenen Jahres hatte die Krankheit meines Stellvertreters Achim Hammer alles gelähmt. Da habe ich gesagt: Okay, ich mache noch zwei Jahre weiter. Dann bin ich 68. Das schafft dann auch noch einmal Ruhe und Zeit, die Nachfolge von der Spitze her zu regeln.

 

Woher nehmen Sie Ihren Antrieb?

Zum einen von vielen Leuten, die mich ermutigt haben, jetzt nicht aufzuhören. Zum anderen: Eine angedachte Lebensveränderung hat sich nicht ergeben, und ich engagiere mich gerne weiter für den Sport.

 

Gibt es wegweisende Entscheidungen?

Grundsätzlich ja. Einmal im EDV-Bereich, die Einführung des Programms Phoenix, die meisten Verbände arbeiten ja längst EDV-gestützt, fällt uns noch ein bisschen schwer. Auch der DHB wird manches neu ausrichten. Es wird einen geschäftsführenden Vorstand geben. Da müssen die Landesverbände als Vertreter des Breitensports sich auch neu organisieren. Auch im Bereich der Jugendleistungsförderung werden neue Wege beschritten. Hier stellt sich die Frage, im Südwesten gemeinsam mit dem Saarland zu agieren. Und die Kernfrage, auf die wir Antworten finden müssen: Was halten wir der abnehmenden Mitgliederzahl entgegen?

INFO

In der Haßlocher Pfalzhalle beginnt heute um 9.30 Uhr der Verbandstag des Pfälzer Handball-Verbandes. Friedhelm Jakob (66), Pfarrer und lange Dekan in Speyer, Präsident seit 2008, tritt noch einmal an.thc


 

Die Rheinpfalz "Ausgabe 18.04.2017"

Mit Mühe durchgesetzt

HANDBALL: Frauen der SG Ottersheim holen Pfalzpokal

HASSLOCH. Die SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam (OBZ) ist zum dritten Mal hintereinander Erdinger-Pfalzpokalsieger der Handballerinnen. Der Oberligist setzte sich gestern in Haßloch mit Mühe 27:23 (12:12) gegen die TG Waldsee durch, die kurz vor dem Finale als Pfalzliga-Meister ausgezeichnet wurde.

Waldsee mit 5-1-Abwehr (Lea Eckrich ging nach vorne), OBZ mit 3-2-1-Abwehr. Das waren erkennbare Unterschiede. Wer die Oberligatabelle anführt, das wurde nur ansatzweise klar, wenn die SG ihr schnelles Spiel aufziehen konnte. Waldsee hatte einen Plan dagegen. Und ging nach dem 7:7 in Führung.Mit dem 13:12 für OBZ läutete Kim Reichling die zweite Hälfte ein. Das Spiel wurde härter. Nach dem 14:15 musste Bea Demski (TGW) für ein paar Minuten benommen hinaus. Nach der Roten Karte für Vera Klapproth (TGW), die Julia Sefrin gefoult hatte, konnte sich OBZ kurz lösen, Ann-Katrin Hauck stellte auf 18:15 (41.). Waldsee fing sich wieder, kam heran auf 21:22 (52.). Letztlich machte OBZ-Keeperin Linda Knarr mit zwei gehaltenen Strafwürfen und acht weiteren Paraden den kleinen Unterschied aus. In der Schlussphase konnte Waldsee nicht mehr nachlegen.

„Wir haben ihnen alles abverlangt“, resümierte der mit seiner Mannschaft zufriedene TGW-Trainer Gerd Götz. Zwei, drei OBZ-Gegenstöße hätten sie zurückgeworfen, in den letzten Minuten haben dann die Kraft und Konzentration nachgelassen. „Wir haben gut trainiert, waren aber extrem nervös und in der Abwehr träge“, stellte OBZ-Trainer Jens Zwißler fest. Er hofft, dass Spielmacherin Christin Becht-Zekl, die sich verletzte, im Oberliga-Topspiel in Bassenheim auflaufen kann.

So spielten sie

SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam: Knarr (Haag) - Hauck (5), Becht-Zekl (1), Weber (1) - Urschel (6/4), Reichling (3) - Silaghi; Sefrin (6/1), Winter (3/1), Glaser (2), Herrmann, Prinz

TG Waldsee: Claus (Hantl) - Demski (5), Klapproth, Barth (5/1) - Knittel (5/1), Eckrich (1) - Rößler (3); Schwarz (3), Fischer (1), Keller, Yilmaz, Schall

Spielfilm: 3:3 (6.), 6:5 (11.), 7:8 (19.), 9:11 (25.), 12:12 (Halbzeit), 14:15 (36.), 18:15 (41.), 21:20 (50.), 27:23 (Ende) - Zeitstrafen: 4/3 - Siebenmeter: 8/6 - 3/2 - Beste Spielerinnen: Hauck, Becht-Zekl, Knarr - Rößler, Demski, Schwarz - Zuschauer: 350 - Schiedsrichter: Schwibinger/Schwibinger (Hessloch).thc


 

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