"Ausgabe 17.12.2016"

Neuhofener Luxus

HANDBALL: Verbandspokal-Endrunde in Haßloch

HASSLOCH. Was für ein Luxus! Handball-Verbandsligist TuS Neuhofen geht am Sonntag in der Pfalzhalle in Haßloch ausschließlich mit eigenen Leuten ins Final Four um den Erdinger-Verbandspokal. Gegner im Halbfinale sind die VTV Mundenheim II, die Mannschaft von Martin Buschsieper, die in der Liga direkt über Neuhofen auf dem neunten Platz zu finden ist.

Mit Luxus ist Seltenheit gemeint. Auch selten: Stefan Winkler ist in Personalunion Abteilungsleiter und Trainer. Platz zehn – mit drei Siegen in der Hinserie –, das habe er so erwartet nach dem Aufstieg, sagt der 49-Jährige, der als Ausbildungsleiter bei den Pfalzwerken auch mit jungen Menschen zu tun hat. Den Stamm der Mannschaft bilden Spieler des Handball-Jahrgangs 93/94. Dazu kommen einige, mit denen Neuhofen vor fünf Jahren schon mal in der Pfalzliga spielte mit den Trainern Winkler und Tobias Grehl. Patrick Hauck zum Beispiel. Und Ramon Schilling. Der fehlte beim jüngsten 31:24-Sieg im Kellerduell mit der HSG Lingenfeld/Schwegenheim und ist auch am Sonntag nicht da. Schilling ist auf Hochzeitsreise. „Ich glaub’, in Thailand“, sagt der Trainer.Nur mit mannschaftlicher Geschlossenheit kann Neuhofen Erfolg haben. Andreas Winkler ist der Spielmacher. Jens Dreyer warf zuletzt sieben Tore, Marc-André Maier fünf. „Trotzdem schön, mal dabei zu sein, wir gehen es ernsthaft an“, sagt Winkler zur Final-Four-Teilnahme.

Fast alle Jugendklassen sind besetzt im Verein, viele Mädchen spielen. „Es geht uns wirklich noch gut“, meint Abteilungsleiter Winkler im Blick auf aus dem Boden schießende Spielgemeinschaften. Verbandsliga „ist das, was wir mit eigenen Leuten erreichen können“. Ein Externer ist dann aber doch bei den Männern: Dominik Mayer war in der Jugend beim 1. FC Kaiserslautern, beruflich bedingt hat es ihn vor einigen Jahren in die Region verschlagen.

Zum dritten Mal wird um den Verbandspokal gespielt. Der Wettbewerb ist für alle Männer-Mannschaften bis einschließlich Verbandsliga. Die HSG Eckbachtal II ist als Überraschungsmannschaft beim Final Four. Gerhard Kühnles Sieben spielt in der A-Klasse, ist Fünfter in der ersten Staffel. Möglich, dass sich Mundenheim II und die MSG TSG/1. FC Kaiserslautern im Finale gegenüberstehen. In der Verbandsliga endete die Begegnung vor acht Tagen 34:22 für die MSG. Der Verbandspokalsieger tritt im Achtelfinale des Pfalzpokals an und trifft im Januar auf den TV Wörth.

Im Wettbewerb der Frauen ist das Halbfinale im November gespielt worden. Im Endspiel treffen Pfalzligist HSG Trifels und Verbandsligist TSG Mutterstadt aufeinander. Nela Cule, Monika Schempp und Heike Hasslinger haben bei der TSG das Sagen. Gegenspieler sind die Trainer Joachim Benz und Michael Scheid. Benz kann nicht zufrieden sein mit Rang neun in der Meisterschaft und stapelt tief: „Die Erfahrung und Cleverness liegt auf Mutterstadter Seite. Was bei uns nach wie vor klasse ist: die Trainingsbeteiligung.“


Die Spiele

- Männer: Halbfinale: TuS Neuhofen - VTV Mundenheim II (11 Uhr), MSG TSG/1. FC Kaiserslautern - HSG Eckbachtal II (13 Uhr) - Finale: 17 Uhr

- Frauen: Endspiel: HSG Trifels - TSG Mutterstadt (15 Uhr).thc

 


 

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